Hierbei steht jedoch nicht der wirtschaftliche Aspekt dieser Arten im Vordergrund sondern wissenschaftliches Interesse. Es gilt auch herauszufinden, welches Bedrohungspotential von diesen allochthonen Krebsen für unsere heimischen Bestände ausgeht, sollten sie ins Freiland gelangen. Aus diesem Grund haben wir neben unserern Teichen und der Aufzuchtstation noch weitere Anlagen mit Becken und Aquarien.
Neben diesen eingebürgerten und eingewanderten Flusskrebsen gibt es noch weitere "Fremdlinge", die sich in den letzten Jahren in Europa und somit auch in unseren Gewässern etabliert haben. Zu diesen Neozooen gehört auch die
Süsswassergarnelen (Atyaephyra desmaresti + Palaemonetes antennaria)
sowie die beiden Schwebegarnelen
Schwebegarnele (Limnomysis benedeni)
Schwebegarnele (Hemimysis anomala).
Wer sich mit Flusskrebsen in Europa beschäftigt, muß sich zwangsläufig mit einer Pilzerkrankung, der sogenannten
Krebspest (Aphanomyces astaci) auseinandersetzen. Die Krebspest stellt für alle Flußkrebse der Welt, außer für die nordamerikanischen Vertreter, eine tödliche Bedrohung dar. Da sie auch durch Aquarien- und Gartenteichtiere verbreitet wird, ist eine breite Aufklärung notwendig. Eine unserer Hauptaufgaben ist die Bereitstellung von gesunden Besatzmaterial für Wiederansiedelungen der heimischen Krebsarten aus unserer
Aufzuchtstation.
Wir stehen auch im
Dienstleistungsbereich unseren Kunden zur Verfügung und führen im Rahmen unserer Beratung auch Gewässeruntersuchungen und Krebsartenkartierungen durch und erstellen Bewirtschaftungs- und Besatzpläne.