CRUSTA10 – Österreichische Flusskrebszucht
FRESHWATER CRAYFISH HATCHERY AUSTRIA
Astacus - Austropotamobius - Pacifastacus - Astacidae, Cambaridae, Parastacidae

Europäischer Sumpfkrebs oder Galizierkrebs

Europäischer Sumpfkrebs oder Galizierkrebs
(Astacus leptodactylus)

Beschreibung:
Der Galizier ist ein größwüschsiger Krebs. Es ist nicht abgeklärt, ob er ganz im Osten Österreichs heimisch war oder dort schon in der Vergangenheit angesiedelt wurde. Im restlichen Bundesgebiet sind alle Bestände durch den Menschen begründet worden. Sein Körper ist stark bedornt. Die Farbe ist normalerweise Beige, kann aber bis ins Grünliche und Braune reichen (je nach Herkunftsgewässer). Es gibt 4 Unterarten, die sich leicht unterscheiden und teilweise im Brackwasser leben!
Die Scheren des Galizierkrebses sind lang und schmal (lat. Name!).

Die Unterseite der Scheren ist so gefärbt wie der Rest des Körpers (siehe Foto oben). Männliche Sumpfkrebse können bis 18 cm Körperlänge und über 200 Gramm Gewicht erreichen. Weibchen bleiben deutlich kleiner.
Hinter den Augen an der Oberseite des Carapax sind die für die Artunterscheidung wichtigen Postorbitalknoten zu finden. Der europäische Sumpfkrebs besitzt wie der Edelkrebs zwei dieser Höcker.

Lebensweise:
Dämmerungs- und Nachtaktiv.
Habitat:
Sommerwarme, nährstoffreiche Gewässer der Niederung, in Fließgewässern nur bei geringer Strömung. Lebt auch in sehr schlammigen Gewässern. Braucht nicht unbedingt Wohnhöhlen, nimmt zwar vorhandene Deckung gerne an, es genügt ihm aber, wenn er sich im Schlamm vergraben kann. Sind geeignete Uferböschungen vorhanden, gräbt er auch selbst Wohnhöhlen. Hat eine höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber chemischer und organischer Verschmutzung als der Edelkrebs.
Ernährung:
Allesfresser, verwertet auch Herbstlaub, Fadenalgen, Wasserpflanzen, Mollusken und Wasserinsekten etc…
Vermehrung:
Herbst bei sinkenden Wassertemperaturen ( ab ca 10 – 12° C) erfolgt die Paarung. Dabei werden die Weibchen von den Männchen mit den Scheren festgehalten und auf den Rücken oder in Seitenlage gedreht. Bei dieser Begattung heften die Männchen mit ihren „Gonopoden“ kleine weiße, etwa 1 mm starke stäbchenförmige Spermatophoren an den Weibchen an. Diese sind meist ventral (bauchseitig) zwischen den letzten Schreitbeinen oder am Schwanzfächer zu finden.
Paarung: Okt. – Nov.
Eiabstoss: Stunden bis 14 Tage nach Paarung
Schlupf der Larven: Mai
Jungkrebse: nach ca. 10 Tagen