CRUSTA10 – Österreichische Flusskrebszucht
FRESHWATER CRAYFISH HATCHERY AUSTRIA
Astacus - Austropotamobius - Pacifastacus - Astacidae, Cambaridae, Parastacidae

Roter amerikanischer Sumpfkrebs

Roter amerikanischer Sumpfkrebs (Procambarus clarkii)
(Louisiana Sumpfkrebs)

Beschreibung:
Der rote amerikanische Sumpfkrebs stammt ursprünglich aus dem Süden der USA (Hauptgebiet Louisiana) und wurde in Europa erstmals 1973 in Spanien ausgesetzt. Er ist ein schnellwüchsiger Krebs dessen Carapax höher als breit ist. Die Scheren sind schlank und fast drehrund, mit unzähligen leuchtend roten Dornen besetzt. Die Farbe ist normalerweise ein dunkles Rot das bis ins Purpur oder fast ins Schwarz gehen kann. Es gibt aber auch blaue und fast orange Tiere mit allen Abstufungen dazwischen.
Die Louisiana Sumpflkrebse werden selten über 12 cm groß. Trotz ihrer geringen Größe sind sie die meistproduzierten Speisekrebse der Welt.

Der amerikanische Sumpfkrebs hat nur eine Postorbitalleiste.

Lebensweise:

Immer aktiv, da ursprünglich ein Warmwasserkrebs. Hat sich aber auch an die klimatischen Verhältnisse in Europa (auch Nordeuropa) angepasst und erträgt tiefste Temperaturen.

Habitat:
Lebt ursprünglich in Gewässern des Tieflandes, in Sümpfen und großen Strömen, auch in semipermanenten Gewässern! Hat geringste Ansprüche an Sauberkeit und Sauerstoffgehalt (lebt auch in gedüngten und gespritzen Reisfeldern!) Erträgt hohe Wassertemperaturen und auch Austrocknung der Gewässer. Gräbt sich dann sehr tiefe und komplexe Wohnhöhlen. Zerstört dadurch auch Dämme! Man nahm an, daß diese Krebsart in Mittel- und Nordeuropa im Freiland nicht überleben kann. Dies hat sich leider nicht bewahrheitet. Es gibt bereits einige reproduzierende Populationen in auch in Deutschland und der Schweiz. Aus Österreich ist uns derzeit (1999) noch keine Freisetzung bekannt. Diese Krebsart hat ein sehr aggressives Ausbreitungsverhalten!

ACHTUNG: ÜBERTRÄGER DER KREBSPEST!!
AUF KEINEN FALL FREISETZEN; AUCH NICHT IN GARTENTEICHE!!

Ernährung:

Allesfresser. Verwertet alles organische Material in einem Gewässer.

Vermehrung:

Im ursrpünglichen Verbreitungsgebiet ein Sommerbrüter (während der Trockenzeit) Hier in Europa völlig umgestellt und zum Winterbrüter geworden. Bei hohen Temperaturen können mehrere Bruten pro Jahr stattfinden. Sind an keine Jahreszeit gebunden. Die Eier entwicklen sich bei 10° C ebenso wie bei 25°C !!!!

Paarung: wann immer er will

Eiabstoss: Stunden bis wenige Tage nach Paarung
Schlupf der Larven: je nach Paarungszeitpunkt und Wassertemperatur