CRUSTA10 – Österreichische Flusskrebszucht
FRESHWATER CRAYFISH HATCHERY AUSTRIA
Astacus - Austropotamobius - Pacifastacus - Astacidae, Cambaridae, Parastacidae

Mamorkrebs

Mamorkrebs (Procambarus viriginalis)

Beschreibung:
Der Mamorkrebs stammt ursprünglich aus dem Süden der USA (wahrscheinlich Flordia) und kam über die Aquaristik nach Europa.  Seine Farbe kann von braun bis blau varieren, typisch ist eine starke Mamorierung des Körpers.

Als Besonderheit ist anzumekren dass bei dieser Flusskrebsart erstmals Parthenogenese bei Dekapoda, also die Vermehrung ohne Zutun von Männchen, auch „Jungfernzeugung“ genannt,  nachgewiesen wurde. Es gibt nur Weibchen und die Nachkommen sind „Klone“ des Muttertieres!

Der Mamorkrebs wird selten über 10 cm groß.

 

Lebensweise:

Über die Lebensweise im Freiland ist wenig bekannt. Er konnte sich auch in Europa etablieren und kommt auch mit den Wintertemperaturen zurecht. Aber auch in warmen Regionen konnte er überleben. Leider wurde er bewußt in Madagaskar eingeführt um dort als Proteinlieferant zu dienen was eine ernste Bedrohung der dort heimischen, endemischen Flusskrebse bedeutet!

Habitat:
Bis heute wurde kein natürliches Vorkommen von dieser Krebsart gefunden. Sein nächster Verwandter Procambarus fallax (dieser kann auch die „Ausgangsart“ dieser Spezies sein) lebt in Florida.

Im Jahr 2018 wurde der erste freilebende Bestand in Österreich nachgwiesen (Salzburg), in anderen Ländern Europas sind Populationen im Freiland schon einige Jahre früher ausgetaucht.

Diese Art ist auf der Liste der Invasiven Arten und darf in der EU nicht gehalten oder gar vermehrt werden, auch nicht in privaten Becken!

ACHTUNG: ÜBERTRÄGER DER KREBSPEST!!
AUF KEINEN FALL FREISETZEN; AUCH NICHT IN GARTENTEICHE!!

Ernährung:

Allesfresser. Verwertet alles organische Material in einem Gewässer.

Vermehrung:

Über die Vermehrung im Freiland ist wenig bekannt. Sie findet während der Sommermonate statt. Es kann zu mehreren Bruten pro Jahr kommen, je nach Wassertemperatur. Da diese Krebse parthenogenetisch sind kann sich ein einzelnes Tier vermehren und eine Population begründen!

Paarung: nicht notwendig, es gibt nur Weibchen!

Eiabstoss: wann immer die Eier „reif“ sind
Schlupf der Larven: je nach Wassertemperatur