Neben unserer Arbeit mit der Vermehrung der Flusskrebse in unserer
Aufzuchtstation beschäftigen wir uns auch mit
Krebskartierungen und
Gewässeruntersuchungen, da diese Erhebungen wesentliche Voraussetzungen für den Erfolg einer Besatzmaßnahme mit Krebsen sind. Grundsätzlich sollte man dort, wo bereits Krebse vorkommen, keine anderen Krebse besetzen, ohne eine genaue Untersuchung durchgeführt zu haben.
Falls amerikanische Krebsarten vorkommen, wird der Besatz mit heimischen Besatzmaterial auf längere Sicht gesehen (wegen der Übertragung der
Krebspest ) wenig erfolgreich sein.
Gibt es einen Bestand an heimischen Flusskrebsen, muss eine Besatzmaßnahme wohl überlegt sein und sollte erst nach Abwägung aller Vor- und Nachteile durchgeführt werden.
Sind keine Krebse vorhanden, ist der Zustand des Gewässers, seine Strukturierung und Gewässergüte, sein Temperaturregime und seine Fischartenzusammensetzung sowie Bestandesdichte derselben zu beurteilen, um Aussicht auf Erfolg des Krebsbesatzes zu haben.